Nationalpark Hohe Tauern
Eine so verletzliche und empfindliche Region wie die Berge der „Hohen Tauern“ darf nicht durch technische Großprojekte zerstört werden.
Das beschlossen einige weitsichtige Kärntner und stellten rund 10.000 Hektar Natur rund um Mallnitz unter den besonderen Schutz des Nationalparks – zum Wohl und zur Freude der Menschen und um ein eindrucksvolles Naturwunder auch für die Zukunft zu bewahren. Geführte Naturerlebnistouren mit Fachleuten aus Botanik, Tierwelt, Wasser, Kultur und Geologie vermitteln ein neues Verständnis und Gefühl aus einer anderen Perspektive. „Naturkundlicher Bildungstourismus“ öffnet den Blick für Kleinigkeiten und scheinbar Unscheinbares um uns herum und lässt sie in einer neuen Dimension aufleben.
Website des Nationalparks: https://www.nationalpark-hohetauern.at/
Rund um den Nationalpark hatten die Mallnitzer viele schöne Ideen. Botanische Exkursionen werden zur Wanderung durch einen riesigen Garten. Der neu angelegte „Naturlehrweg Seebachtal“ am Stappitzer See bietet die Möglichkeit, die natürlichen Besonderheiten dieser Region kennenzulernen. Kulturerbe
In und um Mallnitz gibt es kleine alte Mühlen, einen 200 Jahre alten Bauernhof besonderer Bauart, die Venezianersäge im Dösental und das Tauernhaus unterhalb der Hagener Hütte – alle sind einen Besuch wert.
Blockgletscherweg
Blockgletscher sind verborgene Naturjuwele des Nationalparks Hohe Tauern.
Der „Blockgletscherweg Dösental“ erschließt am Talschluss des Dösentals einen der mächtigsten Blockgletscher der gesamten Hohen Tauern. Neben dem Blockgletscher beeindruckt vor allem der vom Gletscherabfluss gespeiste Dösener See, der zweitgrößte Bergsee Kärntens. Die sehr informative Begleitbroschüre ist für diese Wanderung unverzichtbar.
Ort: Mallnitz
Gehzeit: ca. 2,5 h (bis zum Blockgletscher) vom Ausgangspunkt des Themenwegs im Dösental
Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz beim Wanderweg (Weg Nr. E10) vorbei an der liebevoll restaurierten Venezianersäge über den flachen Talboden zur malerischen Konradlacke (1.616 m). Hier beginnt eine markante Geländestufe, die in einigen Kehren auf den herrlichen Lackenboden bis über die Waldgrenze führt. Dem tosenden Dösenbach folgend erreicht man bald die nächste Stufe, die jedoch schneller als erwartet bezwungen ist – und dann öffnet sich der atemberaubende Blick in ein spektakuläres Kar: Der Felssporn des Säulecks (3.086 m) und die Silhouette des gemütlichen Arthur-von-Schmid-Hauses (2.275 m, 3 h vom Parkplatz) spiegeln sich im kristallklaren Wasser des Dösener Sees (2.270 m). Das Ziel der Tour, der Dösener Blockgletscher, erkennt man erst auf den zweiten Blick. Von der Hütte aus ist er in einer halben Stunde erreichbar. Der Eis-Schutt-Strom wälzt sich eindrucksvoll talwärts und gibt das kälteste Wasser frei, das die Natur zu bieten hat! Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Tipp: Übernachtung im Arthur-von-Schmid-Haus und Besteigung des Säulecks, eines der „Seven Summits“ der Hohen Tauern.
Beste Zeit:
Anfang Juli bis Mitte September
Voraussetzungen:
Leichte Wanderung in hochalpinem Gelände.
Passende Ausrüstung (vor allem feste Schuhe) ist erforderlich.
Literatur:
Kostenlose Broschüre „Blockgletscherweg Dösental“ (erhältlich im Prospektkasten am Ausgang des Themenwegs Dösental)
Wandern im Nationalpark
Mallnitz liegt auf 1200 m Seehöhe in einem Hochtal südlich des Alpenhauptkamms, eingebettet in die beeindruckende Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern. Rund 10.000 Hektar Natur um Mallnitz stehen unter dem besonderen Schutz des Nationalparks. Geführte Naturwanderungen mit Fachleuten aus Botanik, Tierwelt, Wasser, Kultur und Geologie vermitteln ein neues Verständnis – sozusagen ein „Sehen mit anderen Augen“.
Der Ort und seine Umgebung sind für Wanderer besonders interessant.
Je nach Geschmack sind Wanderungen auf flachen Talböden und sanften Almen möglich – insgesamt stehen über 200 km Wanderwege zur Verfügung.
Für alle, die höher hinaus wollen: Rund um Mallnitz liegen sieben Dreitausender. Gut markierte Wege führen zu bewirtschafteten Hütten, wo eine kräftige Bauernjause für alle Mühen entschädigt. Seilbahnen erleichtern den Aufstieg in die Welt der Felsen, Almwiesen und seltenen Pflanzen und Tiere.
Natur erleben auf dem Naturlehrweg Seebachtal
Naturkundlich gesehen ist der Naturlehrweg Seebachtal einer der interessantesten Rundwege in der Nationalparkregion Hohe Tauern. Er beginnt etwa 300 m nordöstlich des Stappitzer Sees und führt durch das wildromantische Seebachtal zu den sogenannten Trombachfällen, einer Folge von Wasserfällen von einzigartiger Schönheit. Auf die Wanderer warten zahlreiche Naturwunder, darunter Stelzwurzelbäume, der „betende Wald“, das Eisloch und vieles mehr.
Höhenunterschied / Schwierigkeit:
130 m
Karte:
ja (Naturführer Seebachtal)
Charakter / Route / Strecke:
Vom Parkplatz der Ankogelbahn vorbei an der Nationalpark-Infostelle, dem Ausgangspunkt des Wanderwegs (von dort der Beschilderung folgen) – 6 km
Zeit / Dauer:
2 – 2 ½ Stunden
Tipp:
Bequemer Weg für jedes Alter – Einkehrmöglichkeit in der Schwußnerhütte
Steinböcke, Gämsen, Bartgeier und Steinadler
Mit Nationalpark-Rangern auf den Spuren von Steinbock, Gämse, Bartgeier und Steinadler! Man muss nicht unbedingt auf Safari gehen, um Wildtieren aus nächster Nähe zu begegnen: Im Nationalpark Hohe Tauern sind zahlreiche Arten heimisch, die anderswo längst ausgestorben sind – und die Nationalpark-Ranger begleiten Sie zu den besten Beobachtungsplätzen.
